Keine Macht den Drogen
Suchtpräventionswoche an der DON BOSCO - Schule Grafenau

Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 - 9 stand eine Schulwoche ganz im Zeichen des Themas „Drogen und Sucht“.
Zu Beginn der 3-tägigen Veranstaltungsreihe, die im Rahmen der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) von der zuständigen JaS-Fachkraft Martina Haintze organisiert und begleitet wurde, führten die Suchtpräventionsbeamten Herr König und Herr Smolka von der Polizei Grafenau in die Thematik ein.
In anschaulicher und altersentsprechender Weise wurden die Schüler über legale und illegale Drogen informiert und aufgeklärt. Dabei wurde schnell deutlich, dass nicht nur Nikotin, Alkohol und Drogen süchtig machen können, sondern auch Handys, Computerspiele, Sport und Essen.
Am nächsten Tag war das „ ueTheater“ aus Regensburg mit ihrem mobilen Theaterstück „Schüttelfrost“ zu Gast an der Schule. Die Schauspieler Jessica Schilling und Ole Bosse brachten den Schülerinnen und Schülern das Thema Drogen auf sowohl informative, als auch sehr emotionale Weise nahe. So bestand der erste Teil des Stücks aus einer Aufklärung über die verschiedenen Auswirkungen von Drogen. Auch die körperlichen Abläufe die zur Abhängigkeit führen, wurden anschaulich dargestellt.
Im zweiten Teil wurden dann zwei unterschiedliche Geschichten Suchtkranker erzählt und beeindruckend gespielt.
Gesponsert wurde diese für die Schüler sehr wertvolle Veranstaltung vom Gesundheitsamt Freyung, vertreten durch die Suchtpräventionsbeauftragte Antonia Lechl.
Am letzten Tag der Veranstaltungsreihe hatten die Schüler und Schülerinnen der Oberstufe dann Gelegenheit, mit ehemals drogenabhängigen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Drei Jugendliche im Alter von 14, 15 und 17 Jahren aus der Therapieeinrichtung Freedom in Neureichenau waren bereit, zusammen mit dem Leiter der Einrichtung Joachim Klopf über ihre Lebens- und Leidensgeschichte offen zu sprechen.
Dieses Miteinander ins Gespräch kommen und die direkte Konfrontation mit dem Thema löste bei den Schülern große Betroffenheit aus und war deshalb eine sehr beeindruckende und nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema.
Das Fazit der Veranstaltungswoche lautete, dass es in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen liegt, den Mut zu haben „Nein“ zu sagen. Oder, um es mit den Worten des 14-jährigen Betroffenen zu sagen: „Wenn dich jemand vor Drogen schützen kann, dann du!“

  • drogenpraevention_16_11
  • drogenpraevention_16_12

Die Klassen 5/6, 7/8 und 8/9 mit den Präventionsbeamten Herrn Smolka (stehend 5.v.li.), Herrn König (stehend 3. v. re.) und der JaS-Fachkraft Frau Haintze ( stehend 4. v. re.) sind sich einig:
„Cool ist, wer den Mut hat, Nein zu sagen“!

Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)
ist eine vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration geförderte Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe, die vor Ort an der Schule wirksam ist. JaS richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die individuell beeinträchtigt und/oder sozial benachteiligt sind und die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. An der DON BOSCO-Schule gibt es JaS seit Beginn des Schuljahres 2015/2016. Maßnahmenträger ist die Lebenshilfe für Behinderte Grafenau e.V.
Frau Martina Haintze, Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Mediatorin, ist Ansprech-partnerin für Schüler, Eltern und Lehrer. Die Beratung ist freiwillig und vertraulich.
Frau Haintze ist Montag – Freitag von 08:30 Uhr – 13:00 Uhr unter der Tel.-Nr.:
08552/ 43 47 erreichbar.